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Call for Papers der Sektion "Sozialpolitik" für den 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) vom 28.09.-02.10.2026 in Mainz: Digital Divides in der Sozialpolitik(forschung)
Vom 28.09.-02.10.2026 findet an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz der 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) statt. Die einzelnen Sektionen organisieren hierfür eigene Veranstaltungen. In diesem Jahr wird die Sektion "Sozialpolitik" eine Veranstaltung zum Thema "Digital Divides in der Sozialpolitik(forschung)" organisieren. Hierfür können noch bis zum 22. April 2026 Abstracts eingereicht werden.
Die Einreichungen können beispielsweise eine der folgenden Fragen adressieren:
- Welche Herausforderungen ergeben sich aus arbeitsmarktbezogenen Folgen von Digitalisierung und KI für bisherige Formen sozialer Sicherung? Welche neuen oder reformierten Instrumente der Absicherung werden in Forschung, Politik und Praxis vorgeschlagen und wie werden sie bewertet?
- Wie verändern digitale InformaƟons-, Antrags- und Entscheidungsprozesse oder darauf bezogene digitale Rechtsdienstleistungen den Zugang zu sozialpolitischen Leistungen und deren Inanspruchnahme? Inwiefern tragen sie zur Abschwächung, Reproduktion oder Verschärfung sozialer Ungleichheiten bei?
- Welche Rolle spielen Digitalisierung und KI bei der Organisation und Erbringung sozialer Dienstleistungen? Wie wirken sie sich z. B. auf professionelle Handlungsspielräume, InterakƟonen zwischen Fachkräften und Adressat:innen sowie auf die Qualität der Dienstleistungen aus?
- Welche Unterschiede gibt es zwischen, aber auch innerhalb von Wohlfahrtsstaaten in Hinblick auf die oben genannten Fragen? Welche Auswirkungen ergeben sich daraus, etwa für Ungleichheiten?
- Welchen neuen oder neuartigen Datenquellen können sich aus der Digitalisierung sozialpolitscher Prozesse ergeben (z. B. Verwaltungsdaten, Prozess- und Logdaten, Plattformdaten) und welche Zugänge und Analysemöglichkeiten ergeben sich hieraus für die Sozialpolitikforschung?
- Für welche Fragestellungen der sozialpolitischen Forschung bieten CSS besondere Erkenntnispotenziale und wo stoßen digitale Methoden an konzepƟonelle, methodische oder normative Grenzen, die weiterhin den Einsatz qualitativer oder klassischer quantitativer Methoden erfordern?
- Welche epistemologischen, ethischen und forschungspraktischen Fragen wirft der Einsatz digitaler Methoden in der Sozialpolitikforschung auf, etwa im Hinblick auf Datenschutz, algorithmische Verzerrungen oder Reproduzierbarkeit?
Einreichungen von Forschenden aller Qualifikationsphasen und Karrierestufen sind willkommen. Aussagekräftige Abstracts im Umfang von maximal 500 Wörtern können bis zum 22. April 2026 an julia.hoeppner@uni-kassel.de gerichtet werden.
Den vollständigen Call for Papers finden Sie hier.


