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Call for Contributions: Workshop "Determinanten und Folgen von (Früh-)Verrentung im Kontext der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters" am 06. Oktober 2026 in Dortmund
Im Rahmen des Projekts „Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Verrentung: Soziale Ungleichheit vor dem Hintergrund einer Anhebung des Rentenalters (GeReAlt)“ veranstaltet die Technische Universität Dortmund am 6. Oktober 2026 einen Workshop mit dem Titel "Determinanten und Folgen von (Früh-)Verrentung im Kontext der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters" und lädt in diesem Kontext zur Einreichung von Abstracts ein. Beiträge können noch bis zum 13.09.2026 eingereicht werden.
Gesundheit gilt als einer der zentralen Faktoren für den Übergang in den Ruhestand. Gleichzeitig zeigen Forschungsergebnisse, dass der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Rente komplex ist: Sowohl eine gute als auch eine schlechte Gesundheit können mit einem frühen oder einem späteren Renteneintritt verbunden sein. Auch in Rente entwickelt sich die Gesundheit keineswegs einheitlich. Während sich die Gesundheit bei einigen Personengruppen nach dem Renteneintritt verbessert, verschlechtert sie sich bei anderen oder bleibt weitgehend unverändert. Neben der Gesundheit zeigen sich Unterschiede zwischen sozialen Gruppen vor dem Renteneintritt und in Rente etwa in der Lebenszufriedenheit, der Erwerbstätigkeit im Ruhestand, dem ehrenamtlichen Engagement, dem Einkommen sowie weiteren sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen.
Vor diesem Hintergrund müssen die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters und ihre Auswirkungen auf soziale Ungleichheit untersucht werden. Eine einheitliche Anhebung wirkt auf eine heterogene Bevölkerung ein, deren finanzielle Ressourcen, gesundheitliche Voraussetzungen und Arbeitsmarktchancen sozial sehr ungleich verteilt sind: Können steigende Altersgrenzen von einzelnen Gruppen leichter, von anderen hingegen nur unter Inkaufnahme von Rentenabschlägen, schlechterer Gesundheit, gesundheitlich bedingten Austritten oder Arbeitslosigkeit bewältigt werden, würde dies soziale Ungleichheit verstärken. Der Übergang in Rente erscheint damit als eine zentrale Schnittstelle, an der sich über den Lebensverlauf akkumulierte Vor- und Nachteile im Alter manifestieren.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und auf einen spannenden wissenschaftlichen Austausch an der TU Dortmund! Dr. Carolin Kunz und Tillman Claus für das GeReAlt-Team
Weitere Informationen zum Projekt:
https://sag.sowi.tu-dortmund.de/forschung/projekte/gerealt/
Hier finden sie den vollständigen Call als pdf zum Download zurück zur Übersicht


