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Veranstaltungsbericht: Brown-Bag-Runde "Zukunftsdialog Eingliederungshilfe NRW – Sozialraumorientierung und Personenzentrierung"
Am 30. Januar 2025 hat der nordrhein-westfälische Landtag den Antrag „Die Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen zukunftsfest aufstellen“ (LT-Drs. 18/12563) mehrheitlich beschlossen. Damit wird die Landesregierung u.a. aufgefordert, im Rahmen eines „Zukunftsdialogs EGH NRW“ die Diskussion über die fachliche Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe (EGH) unter Beteiligung aller relevanten Akteure und unter Berücksichtigung der herausfordernden finanziellen und personalwirtschaftlich Rahmenbedingungen zu intensivieren. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) übernimmt die Steuerung des „Zukunftsdialog EGH NRW“.
Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) organisierte das MAGS vier DIFIS Brown-Bag-Runden mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Dort sollten gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren der EGH und Expert*innen aus der Wissenschaft über zentrale Themen der Eingliederungshilfe mit Blick auf die nächsten 10 bis 20 Jahre diskutiert werden. Die thematischen Schwerpunkte der Workshops waren Soziale Teilhabe Erwachsener, Teilhabe am Arbeitsleben, Kinder- und Jugendliche und Querschnittsthemen der EGH.
In der 4. und letzten BBR der Themenreihe am 17.09.2026 von 10:00-15:00 Uhr diskutierten die Teilnehmenden zum Themenschwerpunkt Sozialraumorientierung und Personenzentrierung. Die folgenden Leitfragen standen dabei im Zentrum der Diskussion: Wie kann ein gemeinsames Verständnis von Sozialraumorientierung in der Eingliederungshilfe aussehen? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen den Leistungsträgern und Leistungserbringern der Eingliederungshilfe, den staatlichen und kommunalen Stellen und weiteren Sozialraumakteuren (z. B. Vereine, Nachbarschaften, lokale Wirtschaft) organisiert werden, um Teilhabe durch sozialräumliche Strukturen zu fördern? Wie kann die Eingliederungshilfe durch die Stärkung der Rolle des Sozialraums und den sich daraus ergebenden Ressourcen und Synergien entlastet werden? Welche strukturellen, finanziellen und organisatorischen Veränderungen in der Eingliederungshilfe sind erforderlich, um diese Form der Zusammenarbeit unter den aktuellen Rahmenbedingungen wirksam zu stärken? Wie ist eine personenzentrierte Leistungserbringung in der Eingliederungshilfe vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Ressourcen realisierbar? In welchem Verhältnis stehen personenzentrierte Leistungserbringung und personenzentrierte Finanzierung zueinander? Welche Bedeutung kann pauschalierten Finanzierungsmodellen (bezogen auf den Einzelfall, oder auf Leistungsträger- bzw. trägerübergreifend) im Kontext der Personenzentrierung zukommen? Welche strukturellen, finanziellen und organisatorischen Änderungen sind in der Eingliederungshilfe notwendig, um eine personenzentrierte Leistung trotz aktueller Rahmenbedingungen (z.B. finanzielle, personelle und gesellschaftliche Limitationen) sicherzustellen? Welche Rolle können hier technische Assistenz, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz spielen?
Aus der Wissenschaft konnten zwei Expert*innen gewonnen werden, die die Diskussion mit kurzen Inputs eingeleitet und begleitet haben. Teilgenommen haben Prof. Dr. Yvonne Kahl von der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf und Prof. Dr. Albrecht Rohrmann von der Universität Siegen. Moderiert wurde die Brown-Bag-Runde durch Corin Wimmers vom DIFIS. zurück zur Übersicht


